Stadtansicht von Murnau

Die Route: Start und Ziel

Der Spitzenwanderweg geht über 201 km Länge. Als Rundweg hat er keinen Start und auch kein Ziel. Das hat den Vorteil, dass Du den Spitzenwanderweg beginnen kannst, wo Du willst. Wenn Du ihn in einem Stück wandern willst, dann empfehlen wir Dir Murnau als Start und Ziel. Murnau ist mit der Bahn ab München ohne Umsteigen zu erreichen. Als Ende bietet Murnau den Vorteil von gleich zwei Brauereien vor Ort.

Winterwandern möglich

Man kann den Spitzenwanderweg so rum oder so rum laufen. Die Einheimischen empfehlen ihn im Uhrzeigersinn zu wandern, denn "dann hat man die schöneren Blicke".

In den niedrigeren Bereichen kann man den Spitzenwanderweg im Winter wandern, wie auf dem Bild im Blauen Land bei Ohlstadt.

Durchs Loisachtal bis Partenkirchen

Von Ohlstadt geht die Wanderung über Eschenlohe, Oberau und Farchant bis Partenkirchen. Ein Abstecher zu den Kuhfluchtwasserfällen lohnt sich.

In allen Orten besteht die Möglichkeit zu übernachten. Sollte man den Spitzenwanderweg in vielen Etappen als Tagesausflug wandern, so besteht die Möglichkeit mit der Bahn zurück nach Murnau zu gelangen.

"Gottes Schöpfung ganz nah zu sein und unvergessliche Eindrücke sammeln - das Erlebnis hat man durchgehend auf dem Spitzenwanderweg. Mein Tipp: Lass Deine Kamera zu Hause und genieße jeden Augen-Blick!"

- Toni Bierthaler, Gästeservice

Durch die Partnachklamm

Um die Bergspitzen des Spitzenwanderweges besser genießen zu können führt der Wanderweg nun von der Skisprungschanze von Garmisch-Partenkirchen tief in den Berg hinein... Die Partnachklamm schneidet sich als enge Schlucht bis zu 80 Meter in den Fels.

Anschließend geht es steil auf den Eckbauer (1.237 m.ü.NN) rauf womit die erste kleine Bergspitze des Spitzenwanderweges erreicht ist.

Über die Elmauer Alm ins Isartal

Über den Wambergrücken und die Elmauer Alm geht es schwungvoll durch Wald und über Buckelwiesen ins Isartal. Dabei schauen wir auf Deutschlands höchsgelegenes Kirchdorf Wamberg und passieren Deutschlands höchstgelegenen Bahnhof Klais.

Vom Isartal ins Karwendel

Am Barmsee, Grubsee und Tennsee vorbei gelangen wir nach Krün. Hier auf dem Dorfplatz stießen der US-Präsident Barack Obama und die Kanzlerin Angela Merkel mit einem Kargbier (s.a. Ziel Murnau) auf den gelungenen G7 Gipfel im Sommer 2015 an.

Einer der schönsten und ursprünglichsten Almabtriebe der Alpen findet am dritten Samstag im September mit dem Dorfstier Max, vielen geschmückten Kühen, einem Bauernmarkt und Festzelt statt.

Auf dem Königsweg zum Soiernhaus

In Krün kreuzen wir die Isar und wandern durchs obere Isartal nach Wallgau, wo wir auf den Königsweg abbiegen und über die Fischbachalm zum Soiernhaus (1.616 m.ü.NN) wandern. Hier beginnt der Spitzenwanderweg alpin zu werden, und es empfiehlt sich über Nacht in der DAV Hütte zu bleiben.

"Für zahllose Menschen wird eine Zeit kommen, in der sie sich nach einem Lande sehnen und zu einem Fleck Erde flüchten, wo die moderne Kultur, Technik, Habgier und Hetze noch eine friedliche Stätte weit vom Lärm, Gewühl, Rauch und Staub der Städte übriggelassen hat."

- Ludwig II von Bayern, König

Gamsen, Gebirge, Geigenbau

Vom Soiernhaus durchs Gebirge und über Buckelwiesen geht es in den Geigenbauerort Mitenwald. Dies ist ein relativ langer und anstrengender Schlag. Belohnt wird man aber mit phantastischen Blicken bis tief ins Karwendel hinein. Und mit etwas Glück sieht man auch Gämse.

Von Mittenwald zum Schachen

Vorbei an Lautersee und Ferchensee geht es bald alpin weiter Richtung Schachenschloss. Über die Wettersteinalpe mit Einkehrmöglichkeit im Sommer erreichen wir nach knapp 13 km das Lieblingsschloss von Ludwig II. Hier feierte er immer am 25. August seinen Geburtstag.

Im Schachenhaus nebenan kann man übernachten und bei der Schachenwirtin regionale Spezialitäten und ein Mittenwalder Bier genießen.

Durchs Reintal und Wetterstein

Die folgende Etappe setzt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus. Zuerst geht es einen steilen Pfad hinab ins Reintal. Danach wandern wir über das Kreueck Richtung Osterfelderkopf. Hier kann man eine Wochenendetappe mit der Seilbahn ins Tal beenden oder die Wanderung bis zur Höllentalangerhütte fortsetzen und dort übernachten.

Durch die Hölle gehen

Ein richtiger Spitzenwanderweg, der etwas auf sich hält, muss auch durch die Hölle gehen. In diesem Fall ist damit die wohl wildeste und schönste Klamm unterhalb der Zugspitze gemeint - die Höllentalklamm.

Im Tal unten angekommen, muss man dann eine Nacht in Grainau verbringen, da die nächste sehr lange Etappe zum Graswangtal weder eine Einkehr- noch eine Übernachtungsmöglichkeit bietet.

"Der Wald lebt groß in seiner Stille"

- Ludwig Ganghofer, Heimatdichter

In Kanada wandern...

...kann man machen, muss man aber nicht! Denn  die Etappe von Grainau nach Graswang führt durch eine der einsamsten und wildreichsten Gegenden. Hirsche, Raben, Gämse, Rehe, Adler und Auerhähne leben in einer Landschaft, die sehr stark an Kanada und die Rocky Mountains erinnert. Auf Forststraßen geht es durch einen spannenden Mischwald mit Bächen und Felswänden. Hier ist es so einsam, dass es auch keine Einkehrmöglichkeit auf dieser Etappe gibt...

Wo König Ludwig II es spitze fand...

Im Graswangtal finden wir das Lieblingsschloss von Ludwig II - Schloss Linderhof. Dahinter geht es den Berg steil hinauf zur Jagdhütte seines Vaters Maximilian - dem Pürschlinghaus. Ab hier wandern wir auf dem Maximiliansweg durch die Schleifmühlklamm bis Unterammergau.

Über Unterammergau zum Staffelsee

Von Unterammergau geht es auf das Hörnle rauf und damit auf die letzte Bergspitze vom Spitzenwanderweg. Danach wandern wir nach Bad Kohlgrub und in Richtung Staffelsee, den wir im Uhrzeigersinn umrunden. An seinem Nordende in Uffing haben wir die Möglichkeit den Spitzenwanderweg mit einer Seefahrt zu beenden und zu unserem Ausgangspunkt in Murnau zurückzukehren.

Dort haben wir zum Abschluss die Wahl zwischen zwei Spitzenbrauerein... Der Karg-Brauerei und dem Brauhaus Griesbräu.

Fotos: Tourist-Information Murnau, Blaues Land, Zugspitz Region, Wolfgang Ehn, Matthias Fend, Thorsten Unseld, Anton Brey, Pixabay, Stephan de Paly, Garmisch-Partenkirchen Tourismus Marc Hohenleitner, Alpenwelt Karwendel, Ammergauer Alpen.