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Achtsam unterwegs im Winter

Auf den beschilderten Winterwegen bleiben..

..und im Winter besondere Rücksicht auf die Wildtiere und Pflanzen nehmen

Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Natur besonders empfindlich gegen Störungen in der Tier- und Pflanzenwelt. Deshalb sind die Rücksichtsnahme und die Beachtung von Regeln unabdingbar für winterliche Outdoor-Unternehmungen.

Das oberste Gebot in dieser für Waldtiere schwierigen Zeit ist auf ausgewiesenen Wegen bleiben. Spaziergänger und Wanderer sollten im Wald & Gebirge auf beschilderten Winterwegen und –routen bleiben, um kein Fluchtverhalten und einen damit erhöhten Energieverbrauch bei den Wildtieren auszulösen.


Daher gelten die folgenden einfachen Regeln, die man beachten sollte:

  • Markierte Wege möglichst nicht verlassen
  • Hunde an die Leine nehmen
  • Lärm vermeiden
  • Vor 10 Uhr und nach 16 Uhr sollten im Hochwinter Gipfel, Rücken und Grate gemieden werden. Feierabend-Touren sollten möglichst im Pistenbereich unternommen werden.

Winterschutzgebiete

Bitte nicht stören! So kann Tieren geholfen werden, Energie zu sparen

Wer im Winter in den Bergen und Wäldern unterwegs ist, sollte dabei immer an die Tiere denken. Sie brauchen Rückzugsräume zum Überwintern. In der kalten Jahreszeit leben die meisten Wildtiere im Energiesparmodus. Dabei fällt nicht nur ihre Körpertemperatur, auch Herzschlag und Atmung werden zum Energiesparen auf ein Minimum reduziert. Bei manchen Arten schrumpfen während dieser Zeit sogar auch Magen und Darm, um noch mehr Energie einsparen zu können.

Wird das Wild aufgeschreckt, muss es innerhalb von Sekunden seinen Stoffwechsel so stark hochfahren, dass es flüchten kann. Diesen erhöhten Energiebedarf gleicht das Wild dann durch vermehrtes Verbeißen von Jungbäumen in Wäldern aus. Außerdem zieht das Rotwild durch die Angst unter Umständen mehrere Tage nicht mehr zur Fütterung. Der Verbiss an den Jungbäumen betrifft besonders Laubbaumarten sowie die Tanne und verursacht einen hohen finanziellen Schaden für die Waldbesitzer.

Darum bleiben Sie bitte immer auf beschilderten Wegen, achten auf ausgewiesene Wildschutzgebiete und Ruhezonen und stören Sie die Tiere nicht beim Winterschlaf oder bei Fütterungen!

Wildschutzgebiete und Wald-Wild-Schongebiete

Mit dem Winterbeginn und dem ersten Schnee beginnt die energiesparsame Zeit für die Tiere im Wald und Gebirge. Für bedrohte Wildtierarten wie Raufußhühner, Auerhühner oder Birkhühner ist es entscheidend, den Winter in ungestörten Gebieten mit viel Schnee verbringen zu können.

Auf Grund der immer verstärkteren Nutzung der Rückzugsgebiete durch den Menschen auch im Winter müssen die Hühner oft aus ihren Winterlebensräumen flüchten und können im Frühjahr nicht mehr ungestört balzen, brüten und ihren Nachwuchs aufziehen.

Wanderer, Skifahrer und Hunde sollten daher auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und Pisten nicht verlassen. Dadurch gönnen die Wintersportler den Raufußhühnern die nötige Winterruhe und ermöglichen ihnen durch ihr Verhalten eine artgerechte Überwinterung.

Die überlebenswichtigen Rückzugsgebiete sind in den Bergen meistens durch die Schilder „Wildschutzgebiete“ und „Wald-Wild-Schongebiete“ gekennzeichnet.

Bitte achten Sie auf die ausgewiesenen Wald-Wild-Schongebiete und Wildschutzgebiete. Sie dürfen bei Schnee grundsätzlich weder befahren noch begangen werden!

In der Touren-App der Zugspitz Region finden Sie naturverträgliche Tourenvorschläge und Hinweise auf Wildschutzgebiete.

Kettenpflicht: Sicherheit bei Schnee und Eis

Bei vereisten und steilen Strecken helfen Grödel, Steigeisen und Co. vor dem Ausrutschen

In der Zugspitz Region können Sie viele schöne Spaziergänge und längere Tages-Wanderungen auch im Winter unternehmen. Dafür genügen oft schon feste Bergschuhe mit gutem Profil, Gamaschen und Stöcke. Es gibt jedoch auch viele steile und vereiste Routen, wo Grödel, Spikes oder sogar Steigeisen Sinn machen.

Bei Winterwanderungen bieten Grödel und andere Schuheisen zuverlässigen Schutz gegen Aus- oder Abrutschen und sollten daher in keinem Rucksack fehlen.

Übrigens Sie können geeignete Grödel & Co auch bei unseren heimischen Bergsteigerschulen ausleihen!

Winterunternehmungen im Einklang mit der Natur

Rücksichtnahme auf Tier- und Pflanzenwelt

Winteraktivitäten wie Skitourengehen oder Schneeshuhwanderungen werden immer beliebter. Doch gerade die Winterzeit ist für das heimische Wild die „Notzeit“ und der absolute „Engpass“. Denn bei Wildtieren geht es ums Überleben. Schon eine einzige unbewusste Störung kann über Leben und Tod dieser Tiere entscheiden.

Darum nehmen Sie Rücksicht auf die Natur. Gehen Sie nur bei ausreichendem Schnee auf Tour! Egal ob auf den ausgewiesenen Winterrouten oder auf der Piste, nur bei einer soliden Schneegrundlage können Schäden an Pflanzen vermieden werden. Nutzen Sie die bestehenden Aufstiegsspuren. Vermeiden Sie Lärm, damit Wildtiere nicht gestört werden. Vergessen Sie nicht, Ihren Müll wieder mitzunehmen.

Team Sicherheit

Tipps für die Planung und Vorbereitung von Winteraktivitäten

Weil es bei der Tourenplanung im Winter besonders viel zu beachten gibt und zusätzliche Kenntnisse zu Schnee- und Lawinensituation erforderlich sind, hat eine ausführliche Vorbereitung jeglicher Winteraktivität oberste Priorirät. Bevor Sie auf eine Tour gehen, gibt es einige Regeln zu beachten.

Mit dieser Checkliste sind Sie auf die nächste Ski- oder Schneeschuhtour perfekt vorbereitet:

  1. Vorab informieren: Verfolgen Sie zwei bis drei Tage vor der Tour den Wetterbericht und die Lawinenprognose. Genaue Vorhersagen inklusive Schnee-, Wind- und Lawinensituation für Bayern sind beim Lawinenwarndienst Bayern abrufbar.
  2. Route festlegen und Alternativen planen: Planen Sie die Tour unter Beachtung der Vorhersagen. Arbeiten Sie gleich eine Ausweichroute aus! In unserer Zugspitz Region App finden Sie viele Tourenvorschläge, können diese auf Ihrem Smartphone speichern und offline abrufen.
  3. Im Team ist es sicherer: Finden Sie einen Partner, der reichlich Erfahrung mitbringt und mit dem Sie auf die Tour gehen können.
  4. Die richtige Ausrüstung mitnehmen und das Equipment prüfen: Achten Sie auf die die passende Skitouren-Ausrüstung. Sind die Batterien des LVS-Geräts oder der Stirnlampe aufgeladen? Überprüfen Sie auch Ihr Tourenequipment auf Funktion und Vollständigkeit! Eine ausführliche Packliste für Skitouren ist beimDAVzu finden.
  5. Notrufnummern speichern: Speichern Sie alle relevanten Notrufnummern in Ihr Smartphone.
  6. Sachen packen & Check: Am besten wird der Tourenrucksack bereits am Vorabend geoackt und die Lawinen- sowie Wetterlage nochmals geprüft. Sollten sich die Bedingungen ändern, beraten Sie mit Ihrem Team, ob Sie die Ausweichtour angehen – oder vielleicht lieber doch auf die Tour verzichten.

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