Winterwandern in der Zugspitz Region

Die Zugspitz Region auf die sanfte Tour: Wandern, rodeln und die Kunstwerke des Winters bestaunen.

Durch einsame Weiten stapfen, gefrorene Wasserfälle und eisige Klammen bewundern oder eine gesellige Rodelpartie erleben. In der Zugspitz Region im Süden Deutschlands lässt sich der Winter auch abseits der Pisten und Loipen prachtvoll erleben. 

 

Winterwandern am Wasser – wo die Natur Kunstwerke schafft

Murnauer Moos im Winter. Im Hintergrund - Wettersteingebirge, im Vordergrund - eine Hütte.
© Simon Bauer Winterstimmung im Murnauer Moos

Einfach drauf losgehen. Auf das Knirschen der Schuhe im Schnee lauschen. Den Blick von den Puderzuckerguss-Gipfeln über die weißen Weiten schweifen lassen. In der Zugspitz Region, die sechs Urlaubsdestinationen miteinan-der verbindet, braucht es nicht viel für ein schönes Wintererlebnis.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Moor im weißen Kleid? Der Rundweg um das Murnauer Moos hat zu dieser Jahreszeit seinen ganz besonderen Charme. Auch wenn der Großteil des Pflanzenreichtums gerade im Winterschlaf ist, entdecken Besucher vielleicht einen der seltenen Vögel, die hier überwintern. Oder genießen einfach die Ursprünglichkeit im größten zusammenhängenden Moorgebiet Mitteleuropas. Das rund 7000 Hektar große Naturschutzgebiet inspirierte mit seinen besonderen Lichtverhältnissen über der sanften, von Bächen durchzogenen Hügellandschaft, schon viele Künstler. Darunter die weltbekannte Künstlervereinigung Der Blaue Reiter.

Wer lieber in dicke Decken gehüllt durch die weiße Pracht traben möchte, kann auch auf den Pferdeschlitten steigen. Regelmäßige Familienfahrten durch die bizarre Landschaft des Murnauer Mooses bietet das Blaue Land an. Neben imposanten Eindrücken einer einzigartigen Natur, die der Loisachgletscher vor knapp 10.000 Jahren im Voralpenland hinterlassen hat, nehmen die Gäste anschließend jede Menge Wissen über Moor und Eiszeit mit nach Hause.

Faszination durch Feuer und Eis

Eine Wanderin betrachtet große Zapfen in der Partnachklamm zwischen den Felsen.
© Tourismus Oberbayern München e.V. Eiszapfen in der Partnachklamm

Wer im Winter zu Fuß in der Zugspitz Region unterwegs ist, muss sich nicht langweilen. Versprochen! In den Eiswelten der Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen etwa lässt der Winter den Gebirgsfluss zu einer bizarren Landschaft mit meterhohen Eiszapfen erstarren. Ist das da hinten ein Zwerg oder doch eher eine böse Hexe? Der Fantasie beim Figurenraten sind keine Grenzen gesetzt. Noch geheimnisvoller wird es, wenn man die Szenerie abends betritt im Rahmen einer geführten Fackelwanderung. Seit über 20 Jahren führt Anton Bartl im Winter Gruppen durch die Partnachklamm, die sich vor allem dann von ihrer schönsten Seite zeigt, wenn frischer Pulverschnee auf dem Eis liegt oder der Mond direkt auf das schmale Flussbett der Partnach scheint. Besucher erleben das Naturschauspiel auf einem gesicherten Steig, der zum Teil durch Tunnel führt. Das Zusammenspiel von Feuer, Eis und Mondschein fasziniert nicht nur Kinder.

Die Kuhfluchtwasserfälle

Eisgefrorene Kuhfluchtwasserfälle im Winter in Farchant.
© Tourist-Information Farchant Kuhfluchtwasserfälle im Winter

Ein weiteres Naturschauspiel bietendie Kuhfluchtwasserfälle bei Farchant, die sich über drei Stufen rund 270 Höhenmeter in die Tiefe stürzen. Im Winter vereinigen sich hier die Eiszapfen zu bizarren Glitzer-Formationen. Die Fälle gehören übrigens zu den höchsten in ganz Deutschland und sind das Ziel des Walderlebnispfades. Zugegeben, für den Barfußpfad und das Kneipp-Becken ist es zu dieser Jahreszeit zu frisch, aber Ratetafeln, Weitsprunganlage und Balancierbalken laden zu jeder Jahreszeit zum Mitmachen ein. Besonders eindrucksvoll, fast schon mystisch, sind die Eiszapfen in der Wintersonne, wenn sie ein wahres Schauspiel vollführen.

Entschleunigen, Abschalten und Schritt für Schritt den Stress des Alltags hinter sich lassen

Ein Holzkreuz mitten auf dem verschneiten Feld am am Altherrenweg bei Oberammergau im Naturpark Ammergauer Alpen.
© Ammergauer Alpen GmbH, Thorsten Unseld Winterstimmung am Altherrenweg bei Oberammergau

Wer auf dem Meditationsweg Ammergauer Alpen pilgert, unternimmt eine Reise zu sich selbst und lässt sich von der berühmten Wieskirche in Steingaden zum Schloss Linderhof im Graswangtal führen. Unterwegs gelangt man zu den besinnlichsten Orten und Kraftzentren der Region.

15 Stationen laden zur inneren Einkehr ein, darunter die „Scheibum“, ein wildromantisches Flusstal der Ammer, der Aussichtsberg „Hörnle“, das mystische Moor bei Bad Kohlgrub, das Passionstheater, das Kloster Ettal und der Park von Schloss Linderhof.

Übrigens: Der Meditationsweg Ammergauer Alpen führt auf sechs Teilstücken (190 Kilometer) auch ins benachbarte Blaue Landund zu Kraft spendenden Naturplätzen rund um Staffelsee und Riegsee. Auf dem Weg zu sich selbst umrundet man einen imposanten Gebirgszug des oberbayerischen Alpenvorlandes, den Gipfel wie das „Hörnle“ und „Ettaler Mandl“ krönen. Unterwegs warten mit dem Murnauer Moos, der Ramsachkirche „Ähndl“ oder der Insel „Wörth“ im Staffelsee zahlreiche Orte mit spirituellem Flair. An den insgesamt zwölf neuen Stationen finden Wanderer neben Hinweisen zur entsprechenden Sehenswürdigkeit auch praktische Anleitungen zur Entspannung.

Infos zur Strecke und geführten Touren unter www.meditationsweg.bayern

Winterwanderung und Kultur vereinen

Blick auf Kloster Ettal im Graswangtal. Im Hintergrund - die Ammergauer Alpen. Im Tal liegt das Kloster Ettal. Winterstimmung.
© Ammergauer Alpen GmbH, Thorsten Unseld Blick auf Kloster Ettal im Graswangtal im Naturpark Ammergauer Alpen.

Eine weitere empfehlenswerte Winterwanderung ist der Enzianweg. Sie verläuft teils am Hang, teils im Tal, aber immer mit interessanten Ausblicken auf das Kloster Ettal oder in das weite Graswangtal. Auf dem Enzianweg geht es in einer kleinen Runde um die Benediktinerabtei Ettal. Ein Abstecher zur barocken Basilika mit Ettaler Gnadenbild ist lohnenswert und sollte unbedingt mit eingeplant werden. Die Tour eignet sich auch für Familien mit Kindern.

Mit Bus und Bahn ins Winterglück

Stressfrei, staufrei und umweltfreundlich kommen die Gäste aus München oder Innsbruck mit der Regionalbahn (Werdenfelsbahn) in die Zugspitz Region. Für Fernreisende gibt es am Wochenende drei ICE-Direktverbindungen nach Garmisch-Partenkirchen. Auch der Flixbus hält am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen sowie in Mittenwald bei der Karwendelbahn. Vor Ort sind die öffentlichen Verkehrsmittel gut getaktet.

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