Alte Kirche | Die „Mutterkirche“ im Ortsteil Garmisch

Auf einen Blick

  • Garmisch-Partenkirchen

Im malerischen historischen Viertel in Garmisch steht die berühmte Alte Pfarrkirche St. Martin. Lange Zeit war sie die einzige Pfarrkirche der Region und Anlaufstelle für die Gläubigen aus dem weiten Umkreis des Loisach- und Isartals. Nach der Gründung der Urpfarrei St. Martin etwa Anfang des 9. Jahrhunderts wurde die romanische Kirche um 1280 erbaut.      Prächtige gotische Wandgemälde und Glasmalereien gibt es in der Alten Kirche zu entdecken. Besonders beeindruckend: die sieben Meter hohe Darstellung des heiligen Christophorus aus dem Jahr 1330 sowie der barocke Hochaltar.

Nach der Gründung der Urpfarrei St. Martin um 800 n.Chr. wird um 1280 die alte St. Martin Kirche als romanische Kirche erbaut und um 1315 zum ersten Mal erweitert. 1288 wird der Ablassbrief des Papstes Nikolaus IV. herausgegeben: Es wird allen ein Ablass von 400 Tagen gewährt, die der Kirche St. Martin Lichter, Bücher oder andere nötige Gerätschaften schenken. Ca. 1330 entsteht das Christophorus- Gemälde, um 1350 die Kreuzigungsszene an der Langhausostwand und um 1400 weitere Gemälde an dieser Wand. Am 18. Juli 1409 Weihe der Kirche. 1436 Gettoisierung des Turms und Vermauern von drei der vier romanischen Schallöffnungen im Turm. 1446 wird die Kirche nach Westen zum zweiten Mal erweitert. Von 1460 - 62 Ausbruch der Chorbogen und Errichtung des spätgotischen Presbyteriums (Chorraum). 1483 findet die erste “Restaurierung” statt. Um 1500 Errichtung des Chorgestühls. 1520 wird die frühgotische Flachdecke durch eine spätgotische Einwölbung ersetzt. Dadurch entsteht um den Mittelpfeiler ein zweischiffiger Raum. 1669 - 72 werden ein neuer Choraltar und ein neues Gestühl eingebaut. Nach weiteren baulichen Änderungen im Laufe des nächsten Jahrhunderts, wie den Einbauten einer Sakristei, einer neuen Kanzel, von neuen Seitenaltären, eines neuen Beichtstuhls, einer Orgel und eines neuen Taufsteins soll die alte Kirche 1730 beim Bau der neuen Pfarrkirche abgerissen werden. Gerettet wird sie durch den Widerstand der Anlieger, den “Rainern” und den “Archern”. Ab 1804 nach der Säkularisation wird sie als Heustadel verwendet. 1811 Wiederöffnung auf Widerruf. Ab 1840 wird die Kirche zum zweiten Mal renoviert. Am 8. Juli 1847 erfolgt dann die Wiedereinweihung durch Pfarrer Egid Keßler. 1873/74 soll die Kirche nach Bauschäden auf Geheiß der Regierung abgebrochen werden, der Abbruchbescheid wird aber wieder zurückgenommen. Im folgenden Jahrhundert werden bei Renovierungen immer wieder Gemälde freigelegt, darunter ein “Martinus mit dem Bettler”, die älteste Martinsdarstellung im Werdenfelser Land. Ab 1987 beginnt die Gesamtrestaurierung mit statischen Sicherungsmaßnahmen.

Pfarrhausweg 2

82467 Garmisch-Partenkirchen

Deutschland



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