Ammerdurchbruch - Scheibum

Auf einen Blick

Die Ammer bei Saulgrub hat sich über Jahrtausende diesen beeindruckenden Felsendurchbruch, die sog. Scheibum, geschaffen und steht bereits seit 1953 unter Naturschutz. Er ist Teil des Meditationsweges Ammergauer Alpen.

Vor ca. 120.000 Jahren, während der Jungmoränenzeit, suchte sich die Ammer nach dem Verlassen der Alpen ihren Weg in Richtung Norden.

Zwischen Altenau und Peißenberg bildete sich dabei eine großartige Ammerschlucht. Der Fluss schaffte hier, ungefähr 15 km von der Quelle entfernt, diesen beeindruckenden Felsdurchbruch, die Scheibum.

Die Scheibum besteht aus Mergel- und Sandstein. Die verschiedenen Gesteinsschichten, die während der Alpenauffältung vor ca. 25-30 Millionen Jahren entstanden, sind hier als natürlicher Kalkstein, als Lehm, als weißer und grauer Quarz sowie als Schiefer sehr gut zu sehen.

Sie ist 600 m lang, bis zu 60 m tief und steht schon seit 1953 unter Naturschutz.

Die Scheibum ist ebenso Teil des Meditationsweges und gilt als Ruhe- und Kraftort, an dem man die Seele baumeln lassen kann und gleichzeitig die Natur von ihrer schönsten Seite erlebt. Hier treffen silbrige Felswände auf türkisgrünes Wasser, ein Ort um innezuhalten, der Natur zu lauschen und die eigene Wahrnehmung zu schärfen.

Die Quelle der Ammer liegt im Graswangtal. Sie entwässert einen Teil des Ammergebirges, fließt nördlich von Weilheim in den Ammersee und mündet als Amper bei Moosburg in die Isar. Das Tal der Ammer gehört zu den schönsten naturbelassenen Flusstälern der nördlichen Kalkalpen.

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