Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Auf einen Blick

  • Garmisch-Partenkirchen

Im Jahr 763 war das Kloster Scharnitz gegründet worden, von dem aus Mittenwald, Garmisch und Partenkirchen pastorisiert wurden. Ob damals in Partenkirchen eine dem hl. Petrus geweihte Kirche gebaut wurde (wie in einer späteren Aufzählung zu lesen ist), ist zweifelhaft, weil die Kirche in Partenkirchen immer als Kirche zu Unserer Lieben Frau bezeichnet wurde.

Die Kirche war in dreijähriger Bauzeit nach Plänen von Architekt Matthias Berger (München) gebaut worden. Der Grundriss der dreischiffigen neugotischen Kirche ist nahezu quadratisch. Zum Haupteingang der quer zur Ludwigstrasse ausgerichteten Kirche steigt man über 14 Stufen hinauf. Zu den Seiteneingängen kann man auch über weniger Stufen bzw. über den Kirchplatz ohne Stufen gelangen.

Über dem Haupteingang ist ein großes Bild von Maria Königin. Durch den Turmvorbau kommt man in eine Art Vestibül, von dem aus der Blick zuerst zum Hochaltar geht. Die Seitenaltäre sind noch durch die 4 mächtigen Säulen der Seitenschiffe verdeckt.
Der gotische Flügelaltar ist nur in der vorösterlichen Zeit geschlossen und zeigt dann Jesu Kreuzestod. Im geöffneten Zustand zeigt er in der Mitte die Aufnahme Mariens in den Himmel (von Michael Wittmer).

In der österlichen Zeit wird dieses Bild durch eine Skulptur des Auferstandenen und in der Weihnachtszeit durch eine Krippendarstellung verdeckt.
Auf den beiden Flügeln sind als Halbreliefs - geschnitzt von Max Kaiser - Szenen aus dem Leben Mariens dargestellt: Verkündigung, Geburt Jesu, Leben in Nazareth, Wiederfinden Jesu im Tempel.

Die beiden Seitenaltäre sind ebenfalls Flügelaltäre, die in der Fastenzeit Jesus am Ölberg (links) bzw. "Jesus wird verhöhnt" (rechts) zeigen. Die Innenseite des rechten Seitenaltars zeigt in der Mitte die Pièta und auf den Seiten die Bilder des hl. Sebastian und des hl. Florian, von Heinrich Bickel (1947).
Der linke Seitenaltar enthält drei Skulpturen aus der fränkischen Gotik: die hl. Katharina, Maria mit dem Kind und die hl. Barbara. Die Seitenflügel zeigen Bilder des hl. Ulrich und des hl. Benno.

Im Chorraum stehen sich die vier Evangelisten gegenüber. Die zwölf Apostelkerzen werden nur an hohen Festtagen entzündet.

Außerdem findet man die Statuen von von zwei Propheten mit dem Spruchband: "Freuet euch ihr Menschenkinder". Der hl. Antonius und gegenüber die Schmerzhaften Muttergottes, deren Statuen ganz hinten zu finden sind, erfreuen sich großer Verehrung durch die Bevölkerung.

Das alte Hochaltarbild "Maria Himmelfahrt" von dem italienischen Maler Bartholomäus Litterini, einem Schüler Tizians hängt an der linken Seitenwand. Ihm gegenüber hängt ein Gedächtnisbild, auf dem festgehalten wurde, dass 1763 Papst Paul VI der Kirche einen immerwährenden Portiunkula-Ablass gewährte.

Die 8 Glasfenster wurden in den Jahren 1952 - 56 eingebaut. Ein große Spende von Senator H. Lerch, und anderer Bürger Partenkirchens hatten es ermöglicht, dass diese Fenster nach Entwürfen von Heinrich Bickel durch die Hofglaskunst-Werkstätte Mayer in München gefertigt werden konnten. Die Motive haben alle einen örtlichen Bezug: Die Zugehörigkeit zum Erzbistum München und Freising, die Patrone der Handwerker, der Reisenden und die Namenspatrone der Stifter, Christus als Freund der Kinder, das Pestgelöbnis und die Erinnerung an den Marktbrand 1865.

Der gotischen Kanzel, deren Schnitzwerk und Bilder mehrfach auf die vier Evangelisten hinweisen, hängt ein Kreuz gegenüber, das von Ignaz Günther stammt.

Pfarrweg 2

82467 Garmisch-Partenkirchen

Deutschland


Webseite: www.erzbistum-muenchen.de/Pfarrei/Page020993.aspx


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