Auf den Spuren der Erstbesteiger über das Reintal auf die Zugspitze

Auf einen Blick

  • Start: Olympia-Skistadion
  • schwer
  • 21,36 km
  • 11 Std.
  • 2422 m
  • 2945 m
  • 730 m
  • 100 / 100
  • 100 / 100

Beste Jahreszeit

Einer der berühmtesten Aufstiege zur Zugspitze startet mit der Durchwanderung der wildromantischen Partnachklamm und führt durch das landschaftlich beeindruckende Reintal über den Schneeferner bis zum Zugspitzgipfel.

Hier wanderst du wahrlich auf historischen Pfaden, denn diesen Weg hat schon 1820 Leutnant Josef Naus für die Erstbesteigung der Zugspitze genommen. Der fulminante Beginn mit der Partnachklamm lässt weitere alpine Schönheiten folgen: Der Aufstieg durch das Reintal zählt zu den schönsten Wegen auf die Zugspitze. Er ist sicherlich einer der streckenmäßig längsten, dafür aber mit ausreichend Kondition gut zu bewältigen und bestens ausgeschildert. Die Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten mit Reintalangerhütte und Knorrhütte ermöglichen es dir, diese Tour individuell auf ein oder zwei Tagesetappen aufzuteilen.

Bei der zweitägigen Variante kannst du dich am ersten Tag auf der Reintalangerhütte erfrischen und deine Füße gemütlich im Partnach entspannen lassen.  An heißen Tagen einfach einen Gartenstuhl schnappen und mit dem Radler in der Hand direkt in den Bach sitzen. Wer sich im Bergwasser abkühlen möchte, kann dies in den Gumpen beim Partnachwasserfall tun. Außerdem kannst du nach etwa 100 hm westlich der Reintalangerhütte den Partnachursprung besuchen, der vom Schmelzwasser des Schneefernergletschers gespeist wird.

 

Eine detaillierte Tourenbeschreibung findest du im "PDF Druck" weiter oben.

Weitere Informationen

Wegbeschreibung

Du beginnst die Zugspitzbesteigung am Olympia Skistadion, direkt unter der futuristisch gestalteten Skisprungschanze. Von dort umrundest du das Stadion und folgst der Wildenauer Straße in Richtung Partnachklamm. Auf halber Strecke liegt die Lenz’n Hütte. Dann überquerst du die Partnach und passierst die so genannten „Marterl“, kleine Gedenkkreuze. Anschließend führt der Weg in Richtung Klamm weiter. Bald siehst du am gegenüberliegenden Ufer des Baches das Partnachklammkraftwerk und ein kleines Staubecken. Wenig später kommst du am Gasthof Partnachklamm vorbei und stehst kurz darauf vor dem Eingang zur Klamm. Der nun folgende Abschnitt der Wanderung lässt dich eintauchen in die faszinierende Welt dieses von der Wassergewalt ausgewaschenen schmalen Tals. Die Klamm erstreckt sich über 702 m und hat sich im Laufe der Jahrmillionen bis zu 80 m tief in den Fels gegraben. Der Weg ist mit Drahtseilen gesichert. Am Ende der Klamm wird das Tal wieder weiter und du überquerst auf einer kleinen Brücke den Ferchenbach, den du nun weiter mit der Beschilderung Reintal / Zugspitze folgst. Es geht zunächst auf einer Forststaße und dann auf einem schmalen Pfad, vorbei an der Bockhütte (2 h 45, während der Weidezeit bewirtschaftet), der Quelle an den sieben Sprüngen, der Blauen Gumpe, die 2005 von Geröll fast vollständig zugeschüttet wurde, bis zur romantisch gelegenen Reintalangerhütte (weitere 2 h, Höhe 1.370 m). Hier kannst du auch übernachten.Von der Reintalangerhütte aus führt der Weg weiter - nun alpin markiert mit den roten Punkte auf Fels - vorbei am Partnachursprung, bis du über einen steilen Steig vorbei am Veitlbrünnl bis hinauf zur Knorrhütte (2 h, 2.051 m) gelangst. Hier besteht auch die Möglichkeit der Übernachtung. Für den bisher beschriebenen Weg solltest du ungefähr 8 Stunden einplanen.

Nun wanderst du über die weiten Geröllfelder des Zugspitzplatts bis zum SonnAlpin und der Zugspitzbahn, die sich im Winter im Herzen des Zugspitz-Skigebietes befinden (1 h 30, 2.600 m). Am Gletscher vorbei steigt nun der Pfad durch Geröll steil bergan, vorbei am Schneefernerhaus über einen gut versicherten Steig bis zum Zugspitzgipfel. Alternativ kannst du vom Zugspitzplatt (SonnAlpin) aus die Gletscherseilbahn bis zum Gipfel nehmen und somit ganz bequem die letzten 300 Höhenmeter schwebend überwinden.

Der Abstieg ist mit der Eibsee-Seilbahn direkt vom Zugspitzgipfel oder mit der Zahnradbahn vom Zugspitzplatt aus möglich.

Zum Ausgangspunkt zurück gelangst du mit der Zahnradbahn der Zugspitzbahn bis zum Bahnhof Garmisch. Von hier aus wieder mit dem Ortsbus Linie 1 und 2 zum Skistadion.

Sicherheitshinweise

Hochalpines Gelände - hier sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kondition, gute Ausrüstung und alpine Erfahrung erforderlich. Bitte beachte auch unbedingt die Fahrtzeiten der Bahnen der Zugspitzbahn. Für Übernachtungen gerade in den Ferienzeiten oder an den Wochenenden am besten vorab telefonisch bei den Hütten reservieren. Aufgrund der Länge der Tour ist eine Übernachtung auf einer der DAV-Hütten empfehlenswert.

Alpiner Notruf Tel: 112 (Bergwacht)

Bergwettervorhersage der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahnen Tel: +49 8821 79 79 79

Ausrüstung

Wettergerechte Kleidung (am Besten im Zwiebellook), Knöchelhohe Wanderschuhe, Steigeisen (bei Touren mit Schneefeldern), Rucksack mit Schlechtwetterkleidung, Umziehwäsche, Mütze oder Stirnband, Stöcke, Trekking-Schirm, Klettersteigset, Klettergut, Helm, ausreichend Proviant und Getränk, eventl. GPS-Gerät, Sonnenbrille, Sonnencreme, Lippenschutz, Erste-Hilfe-Set

 

 

Tipp des Autors

Einzelne Bilder dieser Tour, sind zur Verfügung gestellt von der Ski- und Bergschule VIVALPIN. Wenn Du auch so schöne Augenblicke am Berg erleben möchtest, informiere Dich unter www.vivalpin.com

Wenn du die Tour für zwei Tagesetappen planst, kannst du am ersten Tag auch (nach)mittags erst starten. Bis zur ersten Übernachtungsmöglichkeit an der wunderschön gelegenen Reintalangerhütte brauchst du nur ca. 4 Stunden.

Das Gipfelkreuz der Zugspitze ist von der Gipfelterrasse aus über einen schmalen Klettersteig zu erreichen - hier sollte man unbedingt schwindelfrei und trittsicher sein (Vorsicht bei Nässe!). Ansonsten ist der Blick von der Terrasse hinüber zum Kreuz auch sehr schön.

Im Gipfelgebäude der Eibsee-Seilbahn ist eine Ausstellung zur Geschichte der Zugspitze und ihrer touristischen Erschließung, die viele interessante und unterhaltsame Zeitzeugnisse in Form von Bildern, Filmen und originellen Exponaten zeigt.

Egal auf was du nach deinem angstrengenden Aufstieg Lust hast. Ob in der Gipfelalm oder der Panorama-Lounge 2962, im Münchner Haus oder im SonnAlpin, hier ist für jeden etwas dabei.  

Anfahrt

A95 bis Eschenlohe, weiter über die B2 bis Garmisch-Partenkirchen, nach dem Tunnel Richtung Ortsteil Partenkirchen, der Hauptstraße folgen, nahe Ortsausgang Beschilderung zum Olympia Skistadion beachten.

Von Mittenwald auf B2 bis Garmisch-Partenkirchen, erste Abzweigung links, Beschilderung zum Olympia Skistadion folgen.

Über B23 bis Garmisch-Partenkirchen, an der zweiten Ampel rechts in die Gernackerstraße abbiegen und dem Straßenverlauf folgen (St.-Martin-Straße, Bahnhofstraße). An der Rathauskreuzung rechts abbiegen und auf der Hauptstraße bleiben, nahe Ortsausgang der Beschilderung zum Olympia Skistadion folgen.

Parken

Parkplatz am Olympia Skistadion (P14), teilweise kostenpflichtig.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahn:   Stündliche Verbindungen München - Garmisch-Partenkirchen, weiter mit dem Ortsbus (Linien 1 und 2) bis Olympia Skistadion.

Umsteigefreie ICE-Verbindungen am Wochenende z.B. aus Berlin, Hamburg, Ruhrgebiet, Köln, Frankfurt und Nürnberg. Autozug z.B. aus Hamburg, Hildesheim, Berlin und Düsseldorf nach München.

 
ICE 1221 freitagnachmittags aus Nordrhein-Westfalen nach Garmisch und Innsbruck, sonntagmittags ICE 1222 aus Innsbruck und Garmisch nach NRW z.B. via Hagen, Wuppertal, Solingen, Bonn, Koblenz und Mainz. Von diesen Städten ist das Werdenfelser Land, dann neu umsteigefrei per ICE zu erreichen.

Flugzeug: Flughäfen München, Stuttgart, Memmingen und Innsbruck. Auf Wunsch kostenpflichtiger Flughafenshuttle nach Garmisch-Partenkirchen.

Bus: Fernbuslinie 040 von Flixbus verkehrt 8x täglich auf direktem Weg von München (ZOB) und Innsbruck nach Garmisch-Partenkirchen Bahnhofsvorplatz. 5x täglich verkehrt Flixbus umsteigefrei vom Münchner Flughafen.  

Karte / Karten

GaPa Wanderführer mit KOMPASS Wanderkarte (1:35.000), erhältlich bei Garmisch-Partenkirchen Tourismus und unter www.gapa.de. Alpenvereinskarte, Wetterstein- Mieminger Gebirge, Östliches Blatt (1:25.000) freytag & berndt, Garmisch-Partenkirchen, Wettersteingebirge, Werdenfelserland (1:25.000). Die Tourist Information verleiht kostenlos einen digitalen Wanderführer mit interessanten Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Pflanzen und Tierwelt sowie Einkehrmöglichkeiten. Weitere Infos unter +49 8821 180 700 oder auf www.gapa.de

 

Weitere Informationen

www.gapa.de, www.zugspitze.de (Fahrtzeiten der Bergbahnen), www.alpenverein-ga-pa.de (für Telefonnummern der Hütten für die Reservierung)

www.vivalpin.de

www.partnachklamm-info.de

 

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